Weiße Nächte in St Petersburg

"Ein ganzer Moment der Freude! Ist das nicht für ein vollkommenes menschliches Leben genug?..."

Das ist ein Ausschnitt aus einem Werk von Russlands berühmtem Schriftsteller Fjodor Dostojewski, der in Sankt Petersburg lebte.

Jedes Jahr erlebt Sankt Petersburg ein einzigartiges Phänomen. Es ist ein Wunder der Natur, bekannt als die "Weißen Nächte" und in den Sommermonaten zu sehen. Sankt Petersburg liegt auf dem 60´ Breitengrad wie der Südteil Alaskas und die Südspitze Grönlands. Mit fünf Millionen Einwohnern ist Sankt Petersburg die größte Stadt in der arktischen Region, bzw. die nördlich größte Millionenstadt der Welt. Sankt Petersburg ist etwas ganz Besonderes. Sie ist anders als andere Städte. Dieses "Andere" verzaubert Ortsansässige und Besucher über Jahrhunderte und macht die Stadt zu einem Magneten. Man verliebt sich regelrecht in diese Stadt - nicht zuletzt verantwortlich dafür sind die "Weißen Nächte". Während dieser Zeit erlebt die Stadt eine kurze Dämmerung, einen Hauch von Mystik und Romantik. Bei angenehmsten Temperaturen ziehen Liebespaare durch die Straßen und an den Kanälen entlang. Wegen der Lage der Stadt am hohen Breitengrad schafft es die Sonne nicht, Sankt Petersburg in eine totale Dunkelheit zu versetzen. Dämmerung verschmilzt in Dämmerung, in ein silbriges blaues Glühen.

Dieses einmalige Lichtphänomen zieht viele Touristen an, die zusammen mit den Einheimischen auf die Straßen gehen, um eine Vielfalt an Unterhaltung und gegenseitige Fröhlichkeit zu genießen. Die Feier der Weißen Nächte dauert etwa zwei Wochen, von Ende Juni bis Anfang/Mitte Juli. Es war dieses Phänomen der Weißen Nächte, das den Literaten Fjodor Dostojewski begeisterte. Während dieser Zeit beginnt die Dämmerung kurz vor Mitternacht. Die Sonne versinkt, aber nicht vollkommen, für ungefähr 5,5 Stunden. Gegen 4.oo Uhr ist dann schon wieder Sonnenaufgang. Während der Dämmerung füllt ein silbriges Glühen den Himmel; so entstand der Name "Weiße Nächte".

Z uschauer beobachten das öffnen und Heben der Brücken an der Newa, während Boote den Fluss füllen und Feuerwerk gezeigt wird. Weiße - Nacht - Feiern werden auch in anderen nördlichen Gegenden Russlands gefeiert. Doch nirgendwo ist es so schön wie in Sankt Petersburg. Feuerwerk gibt’s auch in Peterhof, einer Zarenresidenz bzw. einem Vorort Sankt Petersburgs, bekannt als Stadt der Springbrunnen. Selbst im August spürt man noch die "Weißen Nächte", denn die Tage sind noch wesentlich länger als sonst. So ist es selbst Anfang August um 24 Uhr noch nicht vollständig dunkel.

Die "Weißen Nächte" beginnen Anfang Juni und gehen bis Mitte Juli.

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